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Mittelalterliches Gräberfeld in Gärtringen

 

 

In der Bismarckstraße in Gärtringen soll ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude gebaut werden. 2016 fand hier bereits eine Prospektion durch das Landesamt für Denkmalpflege statt, bei der mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde dokumentiert wurden. Von Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück in den 1950er Jahren ist außerdem ein frühmittelalterliches Gräberfeld bekannt. Aus diesem Grund fand nun eine bauvorgreifende archäologische Untersuchung vom 08. April 2019 bis zum 03. Mai 2019 statt.

 

 

Siedlungsspuren

Während der Ausgrabung konnten wie bei der Sondage auch Siedlungsspuren dokumentiert werden. Die Siedlungsrest in Form von Pfostengruben verweisen auf eine ebenerdige Bebauung, wie sie über mehrere tausend Jahre genutzt wurde. Aufgrund mangelnder Funde konnte das Alter der Sieldungsspuren also nicht genauer bestimmt werden.

 

 

Mittelalterliches Gräberfeld

Nachdem die Grabung aufgrund des Baufortschrittes durch das Landesamt für Denkmalpflege erweitert wurde, konnten zehn Ost-West-ausgerichtete Bestattungen dokumentiert werden. Diese wurden sorgfältig freigelegt, wobei besonders auf Beigaben geachtet wurde, da diese bei der Datierung der Gräber helfen. U. a. wurden hier ein Knochenkamm und mehrere Messer entdeckt. Zusätzlich konnten aus einigen Gräbern Tierknochen geborgen werden, die vermutlich Überreste der Speisebeigaben sind. Die Funde legen die Vermutung nahe, dass das Gräberfeld im Frühmittelalter angelegt wurde. Somit ist anzunehmen, dass das in den 1950ern entdeckte Gräberfeld sich hier fortsetzt. Auch das Kindergrab, welches bei der Prospektion 2016 entdeckt wurde, gehört zu diesem Gräberfeld dazu. Von Särgen o. ä. konnten nur wenige schlecht erhaltene Überreste dokumentiert werden.

 

 

Nachdem die von den Bauarbeiten betroffenen Bestattungen dokumentiert und geborgen wurden, konnte das Baufeld für die Bebauung freigegeben werden.

 

 

 

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Freilegen einer Bestattung in Gärtringen

Luftbild der Ausgrabung in Gärtringen

Bestattung mit Knochenkamm im Kopfbereich

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